Das Land leidet unter einer Missernte. Hungersnot und eine massive Teuerung sind die Folgen. Der Legende nach hätte es im Kornhaus in Rorschach genügend Korn gehabt, das jedoch des Strassenzustandes wegen nicht rechtzeitig ausgebracht werden konnte. So lässt Abt BedaAngehrn umgehend eine leistungsfähigere Strasse durch das ganze Fürstenland - von Wil bis Rorschach - bauen. Im Osten St.Gallens ist der Teil dieser alten Landstrasse die heutige Brauerstrasse , so benannt wegen der Kronenbrauerei, die lange Zeit an der Brauerstrasse 25 das beliebte Kronenbier braute. Gegenüber der Brauerei stand der grosse Gasthof "Krone", der in den 80 er Jahren abgebrochen wurde.
1842
Eine breite Staatsstrasse, die heutige Rorschacherstrasse, wird gebaut. Um eine möglichst geradlinige Strassenführung zu ermöglichen, sind viele Geländeeingriffe notwendig. Auf der Topographischen Karte der Gemeinde Tablat, 1842 von J. J. Keel werden die Flurnamen "Ob. Zihl" und "U. Zihl" erwähnt. Obstbäume und verstreut liegende Bauernhöfe, prägen das Lanschaftsbild.
"Zil" bedeutet ursprünglich Grenzbereich eines Gemeindegebietes.
1908
Die Architekten Pfleghard & Häfeli bauen für die Familie des Stickereifabrikanten 0. Salzmann das "Landhaus Oberziel" mit zugehörigem Ökonomiege- bäude inmitten einer ausgedehnten Parkanlage und eingebunden in eine klassische geometrische Gartenanlage mit Obstbaumpergola, Tennisplatz, Gemüse und Obstgarten.
1918
Die bisher selbstständige Gemeinde Tablat, in der das Grundstück Oberzil liegt, kommt, zusammen mit der Gemeinde Straubenzell, zur Stadt St.Gallen.
1955
Bau einer kleinen Turnhalle durch den Architekten Oskar Müller. Das Gebäude wird in zwei Klassenzimmer umgebaut und 1998 abgebrochen.
1982
Nachdem die Stadt 1981 die Liegenschaft erworben hatte, wurde ein eingeschossiger Pavillon der Architekten Kuster & Kuster gebaut.
Im gleichen Jahr halten im Erdgeschoss der Villa die Primarschule, in den Obergeschossen das Frauenhaus einzug.
1991
Ein Einklassenpavillon wird, nach Plänen des Architekten Ludwig Gächter, über dem ehemaligen Schwimmbecken errichtet. Bei Baubeginn für den Erweiterungsbau wird dieser Holzpavillon in einer spektakulären Zügelaktion in die Schulanlage Buchental versetzt.
1993
An einem Wettbewerb für eine neue Primarschulanlage nehmen 76 Architekturbüros teil. Den ersten Preis und den Auftrag zur Ausführung erhält der Architekt Ueli Schweizer aus Bern.
1997
Mit überwältigendem Mehr stimmt die St.Galler Bevölkerung in einer Volksabstimmung dem Erweiterungsbau der Schulanlage Oberzil zu.
1998
Beginn der Bauarbeiten: Am 12. August findet der Spatenstich statt.
2000
Vor den Schulferien können die Schultrakte und kurz danach der Mehrzweckraum und die Turnhalle bezogen werden. Am 29.September findet ein grosses Einweihungsfest für die Schulkinder und die Bevölkerung statt.
2001
Sanierung Villa:
Von der ursprünglichen Ausstattung ist nichts mehr vorhanden. Nur alte Fotos zeugen von der damaligen reichen, grossbürgerlichen Innenausstattung. Einbau Hort und ausserschulische Dienste
Heutige Arealgrösse: 18´375 m2
Das ehemalige Kutscherhaus der Villa ist heute eine modern ausgebaute Abwartswohnung.